Der Autogas-Markt ist groß und bietet viele verschiedene Angebote. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch immer wieder gezeigt, dass günstig meist nicht gut bedeutet. Pfusch und Betrug sorgten für viel Kummer und finanzielle Belastungen, die es bei Autogasanlagen eigentlich nicht geben sollte.

Die härtesten Fälle

Sehr günstige Preise für die Autogas Umrüstung haben in der Regel immer einen Haken. So werden beispielsweise gefälschte und minderwertige Autogasanlagen verbaut und nicht richtig konfiguriert, sodass bereits nach den ersten Kilometern Probleme durch Fehlfunktionen entstehen.

Andere unseriöse Hersteller verbauen zwar die echten Anlagen, tun dies jedoch nicht richtig. Wenn lediglich Bauschaum und Kabelbinder bei der Autogas Umrüstung zum Einsatz kommen, dann gefährdet das sowohl den einwandfreien Betrieb der Anlage als auch die Sicherheit der Fahrgäste und anderer Verkehrsteilnehmer.

Einer der wohl größten Betrugsfälle in Deutschland fand in Bremen statt. Ein unseriöser Umrüster verbaute Kopien namhafter Autogasanlagen und fälschte die dazugehörigen Gutachten. Über 90 Personen sind auf die günstigen Preise reingefallen und mussten im Nachhinein feststellen, dass es wohl doch teuer werden würde. Denn im Endeffekt erlischt die Betriebserlaubnis einer solchen Anlage, wenn kein gültiges Gutachten vom TÜV vorliegt. Sie muss entweder ausgebaut oder so instand gesetzt werden, dass sie ordnungsgemäß funktioniert.

Wer reklamieren wollte, stand jedoch vor verschlossenen Türen. Der Betrüger hat die Werkstatt in Bremen geschlossen und zog weiter, um neue Interessenten zu prellen.

Informieren hilft, Betrüger zu erkennen

Prinzipiell gibt es viele Möglichkeiten, Betrüger bereits im Vorfeld zu erkennen. So ist es alleine der Preis, der bei großen Abweichungen viel zu erkennen gibt. Die Autogas Umrüstung stellt einen großen Aufwand dar – dieser muss bezahlt werden. Fallen die Arbeitskosten sehr gering aus, kann das nur an einer nicht ordnungsgemäßen Einbauweise liegen. Diese beginnt beim Weglassen der Krümmerbohrung und hört dort auf, wo Gastanks ohne Halterung im Kofferraum gelagert werden.

Außerdem hilft es ungemein, wenn man die Werkstatt vorab besichtigt. Vielleicht hat man sogar die Möglichkeit, ein bereits umgerüstetes Auto prüfen zu können. Wird ein solcher Wunsch jedoch abgewiesen, so sollte man die Finger von dem Betrieb lassen.

Sollte der Betrieb des Vertrauens gefunden worden sein, gibt es eine Faustregel: Die Rechnung erst bezahlen, wenn die verbaute Autogasanlage samt Gutachten vorliegt. Einige dubiose Autogas Umrüster behaupten gerne, dieses würden sie in den nächsten zwei Wochen nachreichen. Das kann böse enden.